Die Bedeutung von Biogas
Biogas hat es bislang noch nicht ganz in die deutschen Gasnetze geschafft. Über eine breite Netzeinspeisung denkt man jedoch nach, denn Biogas könnte eine gute Alternative sein, während die Ressourcen fossiler Brennstoffe immer knapper werden. So wird Biogas heute meist in Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung oder zum Heizen genutzt.
Kostenloser Gasanbieter-Vergleich
Biogas besteht zu 60 Prozent aus Methan und zu 35 Prozent aus Kohlendioxid. Damit ist der Methananteil deutlich niedriger als beim Erdgas. In der chemischen Zusammensetzung gleicht Biogas dem Faulgas. Bei der Biogasproduktion bilden biomassehaltige Rohstoffe, wie zum Beispiel Bioabfall oder Speisereste, aber auch Gülle, Mist, nicht genutzte Pflanzenteile und gezielt angebaute Energiepflanzen den Ausgangspunkt. Bis auf letzteres handelt es sich hierbei um kostenlose Ausgangsprodukte. Anaerobe Bakterien bauen diese organischen Substanzen in komplizierten biologischen Prozessen ab und so entsteht Biogas. Später wird das Gas in Aufbereitungsanlagen behandelt und von Verunreinigungen durch Schwefelwasser und Ammoniak gesäubert.
Bislang wird Biogas nur ganz vereinzelt ins Erdgasnetz eingespeist. Das könnte die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes bald ändern: Es verpflichtet Stromnetzbetreiber bis 2020 den Stromanteil aus erneuerbaren Energien auf 20 Prozent zu erhöhen. Da Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird, zählt es zu den erneuerbaren Energien. Experten haben berechnet, dass 2030 etwa zehn Prozent des heutigen Erdgasabsatzes durch Biogas ersetzt werden kann.
