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30 Jahre Vergärung: Aufbruch und Ende des Biogas?

10.03.2015

(Foto) Biogas wird ausgebremstEs müffelt Land auf, Land ab in Deutschland. Und das nun schon seit 30 Jahren. Anfangs mit Skepsis beäugt, gelten Biogasanlagen heute als Beitrag zum Umweltschutz. Aufgrund politischer Entscheidungen könnte die so langsam erwachte Liebe zu den Anlagen aber bald schon wieder ein Ende finden.

In ganz Deutschland, von Nord- und Ostsee bis zu den Alpen, stehen etwa 8.000 Biogasanlagen insgesamt. In den riesigen Speichern wird durch Vergärung von Biomasse, etwa aus Abfall oder Pflanzen, Gas gewonnen. Mit dem Gas kann Strom erzeugt, es kann geheizt oder ein Fahrzeug betrieben werden. Wirtschaftliche Relevanz hat dies seit nunmehr gut 30 Jahren. Doch trotz der gesammelten Erfahrungen reißt die Diskussion um Biogas nicht ab.

Revolutionäre Technologie der Biogasanlage

Aus dem Idealismus einer umweltverträglichen Energiegewinnung geboren, kamen die ersten großen Biogasanlagen in den 80er-Jahren auf. Zu dieser Zeit galten sie noch als revolutionär, doch diesen Ruf haben sie inzwischen eingebüßt. Was blieb ist die Skepsis gegenüber den Anlagen, die zudem dadurch pikieren, dass sie mitunter aus Gülle Strom gewinnen.

Biogas eine Laune der Zeit?

Dass sich die Biogasanlagen dennoch bis heute gehalten und vor allem vermehrt haben, hat viele Hintergründe. An erster Stelle steht wohl wie so oft das Geld. Biogas ist inzwischen günstiger, als es Öl und fossiles Erdgas sind. Das verhilft der Biogasindustrie seit geraumer Zeit zur Blüte. Ein zweiter Aspekt ist das Reglement der EU. So hat die Stilllegung von Anbauflächen zur Nahrungsmittelproduktion Freiraum geschaffen, der nach der qualitativen auch die quantitativen Voraussetzungen mit sich brachte. Die für Korn, Früchte und Obst nicht bestellten Felder konnten zumindest für Biogas genutzt werden.

Biogas wird zum Goldesel

In den 90er-Jahren stellt sich heraus, dass Bauern, die auf ihrem Gut Biogas erzeugen, das große Geld machen können. Auf diese Feststellung folgt die Überreaktion „Biogas statt Brot“. Nach Kompostabfällen, Fleischresten oder Bratfett – hauptsache die Methanbakterien arbeiten schneller und schneller, um immer mehr Biogas zu produzieren – versucht sich die Landwirtschaft auch mit Getreide. Gesetzlich garantierte fünfzehn Pfennig pro Kilowattstunde treiben die Branche weiter vorran und degradieren die Nahrungsmittelproduktion auf den zweiten Rang.

Mais auf dem Vormarsch

In den letzten fünfzehn Jahren haben die Landwirte vor allem auf Mais gesetzt, um ihre Biogasanlagen zu befüllen. Die Pflanze ist relativ robust und ermöglicht gute Ausbeuten. Getreidefelder sind hingegen auf dem Rückzug. Trotz dieser Entwicklung treibt die Politik die Biogasindustrie weiter an: Die Subvention wächst auf bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde, ab 2009 sind es gar 27 Cent. Biogasanlagen schießen jetzt wie Pilze aus dem Boden und als das Land knapp wird, schließen sich große und kleine Landwirte sogar in Genossenschaften zusammen. Doch nach dem entschlossenen Aufbau der Wirtschaft, ist mit einmal Schluss.

Biogas am Ende?

Wie sehr staatliches Mitwirken der Antrieb für Biogas gewesen ist, zeigt sich 2014: Die Bundesregierung kürzt die Subvention radikal. Den Biogasanlagen wird damit sprichwörtlich der Saft entzogen. Ohne die gesetzlich garantierte Rendite tragen sich die Anlagen kaum; sie sind den marktwirtschaftlichen Herausforderungen nicht gewachsen. Die Zahl der Angestellten in der Biogasindustrie fällt von 60.000 auf 40.000. Der Hype verpufft. Heute wagt es kein Bauer mehr, noch in die Biogas-Wirtschaft einzusteigen. Und wer schon dabei ist, versucht es zu beenden oder mit nach Bedarf steuerbaren Pufferspeichern wirtschaftlicher zu werden. Lässt die Politik die Energiewirte aber weiter im Ungewissen, ist klar, dass das Märchen vom Biogas dem Ende nah ist.

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