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Gasversorgung: Überraschendes Pipeline-Projekt für die EU

23.06.2015

Paukenschlag auf dem Energiemarkt: Eigentlich will die EU den Einfluss Russlands auf die heimische Gasbranche verringern. Doch nun haben einige europäische Unternehmen einen überraschenden Deal mit dem russischen Staatskonzern Gazprom eingefädelt. Dessen Ziel ist der Ausbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream, die bekanntlich in Deutschland endet – ein großer Coup für unsere Gasversorgung?

St. Petersburg – Der russische Gazprom-Konzern baut mit westeuropäischen Partnern zwei weitere Stränge der Ostsee-Pipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland. Mit der Verdoppelung der Rohre soll die Energieversorgung der EU-Staaten abgesichert und die krisengeschüttelte Ukraine als wichtigstes Transitland für russisches Erdgas umgangen werden. Das teilte der vom Kreml gesteuerte Monopolist am Donnerstag (18. Juni) beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit.

Verbesserung unserer Gasversorgung?

Der russische Energieminister Alexander Nowak betonte, die geplante Erweiterung von Nord Stream stehe nicht in Konkurrenz zum Turkish-Stream-Projekt. «Beide haben unterschiedliche Zielmärkte», sagte der Minister. Der Weiterbau durch die Ostsee werde «zur Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lieferungen» beitragen, meinte Gazprom-Chef Alexej Miller. Ein Nord-Stream-Sprecher sagte, wegen einer komplizierten Gesellschafterstruktur werde zunächst eine Betreibergesellschaft gegründet, die die beiden neuen Stränge bauen solle.

Die 1.224 Kilometer lange Leitung zwischen Wyborg in Russland und Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern war von Putin und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beschlossen worden. 2011 wurde sie in Betrieb genommen – auch, um die Ukraine als Transitland zu umgehen. Mehrere vor allem osteuropäische Staaten hatten dies kritisiert.

Das Projekt, an dem sich auch Eon aus Deutschland, OMV aus Österreich sowie der britisch-niederländische Shell-Konzern beteiligen, gilt auch vor dem Hintergrund der schweren Ukraine-Krise als großer Coup. Mit den zwei geplanten neuen Strängen verdoppelt sich die Kapazität von Nord Stream um weitere 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr.

Das könnte der Ausbau kosten

Gazprom rechnet für den geplanten Ausbau der Ostsee-Pipeline mit Kosten von rund 9,9 Milliarden Euro. Die Schätzung orientiere sich an den Ausgaben von etwa 8,5 Milliarden Euro für die ersten beiden Stränge, sagte Konzernchef Miller am Freitag (19. Juni) der Agentur Interfax zufolge. Die Erweiterung um zwei Röhren sei noch in der Planungsphase. «Wir werden die Kosten optimieren.»

Die Ukraine dürfte dadurch ihre Bedeutung als bislang wichtigstes Transitland für russisches Gas verlieren. Von 2020 an will Moskau kein Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa liefern. Russland hält die Ukraine für unzuverlässig und hatte dort in der Vergangenheit illegales Abzapfen von Gas beklagt. Die beiden Länder streiten zudem über Lieferpreise und Gasschulden.

Text: dpa/pvg
Bild: dpa

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