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Gasgeschäft: Was läuft da zwischen BASF und Gazprom?

08.09.2015

Foto Deal von Gazprom und BASF unter der LupeDie BASF-Tochter Wintershall verabschiedet sich aus dem Gashandels- und Speichergeschäft, der Fokus liegt nun auf der Förderung von Öl und Gas – auch in Sibirien. Unter Dach und Fach gebracht wird das in einem milliardenschweren Deal mit dem russischen Konzern Gazprom. Was er beinhaltet und warum der Vollzug so lange auf sich warten ließ, erläutert PREISVERGLEICH.de.

Ludwigshafen/Moskau – Ein angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestopptes und umstrittenes Tauschgeschäft zwischen dem weltgrößten Chemiekonzern BASF und dem russischen Rohstoff-Riesen Gazprom kommt nun doch zustande. Getauscht werden dabei verschiedene Öl- und Gas-Beteiligungen, wie BASF am Freitag (4. September) in Ludwigshafen mitteilte.

Ein weitschichtiges Tauschgeschäft

Grob gesagt geht es bei dem komplexen Deal darum, dass sich die BASF-Tochter Wintershall komplett aus dem Gashandel verabschiedet und stattdessen auf die Förderung von Öl und Gas konzentriert. Gazprom bekommt außerdem Anteile an der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee und dürfte vor allem einen Zugang zum Endkundenmarkt in Westeuropa im Blick haben.

Wintershall gibt seine Anteile am Gashandels- und Speichergeschäft komplett an die Russen ab. Dazu zählen etwa Beteiligungen am Kasseler Gashandelsunternehmen Wingas, am Wintershall Erdgashandelshaus Berlin (WIEH) sowie an der Speichergesellschaft Astora, die unter anderem Erdgasspeicher in Rehden und Jemgum in Niedersachsen betreibt.

Gazprom steigt darüber hinaus mit 50 Prozent bei der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee vor den Küsten der Niederlande, Großbritanniens und Dänemarks ein. Im Gegenzug erhält Wintershall etwas mehr als ein Viertel aus den Fördererträgen eines Gasfeldes in Westsibirien. Dort sollen einmal mindestens acht Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr gefördert werden. Der Start der Produktion ist laut BASF für das Jahr 2018 geplant.

Deal mit Verspätung

Insgesamt trugen die Aktivitäten, die BASF in den Tausch einbringt, 2014 rund 12,2 Milliarden Euro zum Umsatz bei. Konzernchef Kurt Bock betonte, man konzentriere sich weiter darauf, „in unseren öl- und gasreichen Schwerpunktregionen an der Quelle profitabel zu wachsen“. Gazprom-Chef Alexej Miller nannte das Geschäft einen Meilenstein.

Ursprünglich sollte der im Dezember 2013 vereinbarte Tausch, dem die EU-Kommission bereits zugestimmt hat, Ende vergangenen Jahres erfolgen. Im Dezember 2014 war das Geschäft dann aber inmitten der angespannten politischen Lage auf Eis gelegt worden. Die EU hatte Russland wegen des Ukraine-Konflikts mit Wirtschaftssanktionen belegt. Nun wird der Vollzug laut BASF bis zum Jahresende erwartet.

Eine BASF-Sprecherin teilte mit, es sei nie ausgeschlossen worden, den Tausch zu einem späteren Zeitpunkt zu vollziehen. Nun sei gemeinsam entschieden worden, dies zu tun. „Wir sind überzeugt: Für eine sichere Energieversorgung Europas brauchen wir auch weiterhin Erdgas aus russischen Quellen.“

Nord-Stream-2-Projekt

Am Freitag gaben BASF und Gazprom zudem gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Nord-Stream-Pipeline-Konsortiums die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen zum geplanten Ausbau der Ostsee-Gasleitung bekannt. Demnach soll Gazprom 51 Prozent an der neuen Gesellschaft halten. Eon, Shell, der österreichische OMV-Konzern und BASF sollen je zehn, der französische Energieversorger Engie neun Prozent bekommen.

Diese Projektgesellschaft ist für den Bau zweier weiterer Pipelines von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland zuständig – das sogenannte Nord-Stream-2-Projekt. Die zwei zusätzlichen Röhren sollen einmal eine Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas haben. Damit würde sich die gesamte Kapazität von Nord Stream verdoppeln.

Text: dpa/pvg

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