PREISVERGLEICH.de - Preise vergleichen im unabhängigen Preisvergleich mit TÜV Note 1,7
PREISVERGLEICH.de
Gas-Hotline Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

0341 39 37 37 33
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Bekannt aus dem TV!

Gas und Strom: Warum Berlin wieder die Kontrolle will

13.11.2015

Nach dem Wasser soll auch die Verteilung von Strom und Gas in Berlin wieder unter Senatskontrolle. Die regierende rot-schwarze Koalition hat sich nach langem Ringen geeinigt. Doch die eigentlichen Verhandlungen beginnen erst.

Berlin – Der Berliner Senat will mit einer Teil-Übernahme der Energienetze in der Hauptstadt dauerhaft bezahlbare Strom- und Gaspreise für die Verbraucher sichern. „Im Bereich Energie ist es überfällig, dass wir uns mehr engagieren“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag (10. November). Der Senat beschloss folgende Übernahmeziele: 51 Prozent der Netzgesellschaft des Gasanbieters Gasag sowie 50 Prozent des Stromnetzes, das bisher eine Vattenfall-Tochter betreibt – mit einer Option auf eine Mehrheitsbeteiligung in acht Jahren.

Das Land will damit mehr Kontrolle in der sogenannten Daseinsvorsorge erreichen, die Energiewende beschleunigen und überhöhte Preise für die Verbraucher verhindern. Erst vor zwei Jahren hatte das Land die Berliner Wasserbetriebe wieder komplett übernommen und anschließend die Wasserpreise gesenkt.

Partnerschaften auf Augenhöhe

Bei der Energie will das Land mit privaten Unternehmen zusammenarbeiten – beim Strom mit Vattenfall, bei Gas mit dem größten Gasag-Gesellschafter E.ON. „Wir sagen nicht: Wir können von heute auf morgen alles besser“, sagte Müller. Ziel sei eine industrielle Partnerschaft auf Augenhöhe. Zu den Kosten schwieg der Senat.

Die Wirtschaft begrüßte die Entscheidung. „Die Partnerschaft mit erfahrenen Unternehmen aus der Energiewirtschaft garantiert, dass deren Know-How erhalten bleibt“, teilten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg mit. Ähnlich äußerte sich die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK).

Aus Sicht der Grünen ist dagegen die Rekommunalisierung gescheitert. Der Senatsbeschluss erinnere an den verfehlten Teilverkauf der Berliner Wasserbetriebe in den 1990ern, die wegen Gewinngarantien für die privaten Teilhaber zu sehr hohen Wasserpreisen geführt hatte. Die IHK warnte vor einem zu hohen Kaufpreis. Die Rekommunalisierung dürfe nicht auf Kosten der Steuerzahler gehen.

Langwierige Diskussionen

Der Beschluss vom Dienstag folgte auf monatelange Debatten in der Landesregierung. Die SPD wollte möglichst hohe Beteiligungen, die CDU war skeptisch. „Es ist ebenso schwierig, Kompromisse zu finden, wenn man sich nicht hundertprozentig einig ist, wie das Ziel aussehen soll“, beschrieb Müller die Auseinandersetzungen im Senat.

Das Land hatte die Gasag in den 1990er Jahren verkauft, das Stromnetz wurde damals von der landeseigenen Bewag betrieben, die dann vom schwedischen Staatskonzern Vattenfall übernommen wurde. Parallel zu den geplanten Übernahmeverhandlungen will der Senat ein laufendes Konzessionsverfahren weiterführen, mit dem ein Betreiber für das Stromnetz gesucht wird. Die Vergabe des Gasnetzes an ein landeseigenes Unternehmen war in diesem Jahr an einer Klage der Gasag gescheitert.

Die Landesregierung hat am Dienstag auch beschlossen, eine „Energiewendeplattform“ zu gründen. Sie soll Aktivitäten bündeln, die die Energieversorgung stärker auf erneuerbare Energiequellen ausrichten.

Text: dpa/bb/pvg
Bild: dpa

TÜV Saarland - Note GUT (1,6)
TÜV geprüfte Service Qualität
von PREISVERGLEICH.de

Sie benötigen Hilfe?  

Gas-Hotline

Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

 0341 39 37 37 33

Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

Ihre Vorteile  

  • bis zu 500 Euro im Jahr sparen
  • unkompliziert und kostenlos Wechseln
  • kein technischer Umbau nötig
  • Kündigung übernimmt Ihr neuer Anbieter

Unsere Standards  

Kundenbewertung 

5855 Bewertungen ergaben
4.58 von 5.00 möglichen Sternen.
Inhalte | Kontakt | Presse | Magazin | Partnerprogramm | Shops | Werben | Datenschutz | AGB | Impressum PREISVERGLEICH.de bei Facebook PREISVERGLEICH.de bei Google Plus PREISVERGLEICH.de bei Twitter

© 2017 by PREISVERGLEICH.de - Alle Rechte vorbehalten.