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Gasanbieter wechseln: So klappt es auch als Mieter

16.02.2016

Foto Als Mieter den Gasanbieter wechseln - so gehtsDer Gas-Grundversorger ist oft wesentlich teurer als die Konkurrenz. Trotzdem wechseln viele Kunden den Gasanbieter nicht. Manche scheuen schlichtweg die Recherche günstigerer Tarife, andere jedoch würden gerne wechseln, können aber nicht. Dazu zählen vor allem Mieter, die mit dem Lieferanten teilweise keinen eigenen Vertrag abschließen dürfen. Wie können sie beim Gas sparen?

Berlin – Bei Etagenheizungen und Gasanschlüssen in der Wohnung gilt: Mieter können ihren Gaslieferanten meist frei wählen. Doch befindet sich in einem Mietshaus die Zentralheizung im Keller, schließt in der Regel der Vermieter den Vertrag mit dem Gasanbieter ab. „Der Mieter hat in einem solchen Fall meist keine rechtlichen Möglichkeiten, den Vermieter zu einem Wechsel zu zwingen“, sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund. So bleibt Mietern nur eine Chance: Sie überzeugen ihren Vermieter mit guten Argumenten.

Alle entlasten

Der Vermieter verdient nur an der Grundmiete. Die Nebenkosten muss er in der Betriebskostenabrechnung exakt erheben. Somit sollte es auch in seinem Interesse sein, die Kosten gering zu halten. Bei einem Wechsel entstehen ihm keine Nachteile, er kann aber alle Mieter entlasten.

Attraktivität steigern

Durch einen Wechsel kann er sparen. Besonders für Eigentümer von mehreren Wohnungen in einem Mietshaus interessant: Denn Mieter freuen sich über günstige Nebenkosten – die Wohnung wird dadurch für zukünftige, aber auch für derzeitige Mieter attraktiver.

Keine Arbeit

In der Regel übernimmt der neue Gasanbieter die Kündigung. Für den Vermieter ist der Wechsel also unkompliziert.

Fair bleiben

Grundsätzlich besteht das Gebot der Wirtschaftlichkeit – der Vermieter darf demnach auf seinen Mieter keine überhöhten Nebenkosten umlegen, erklärt Happ. Sollte der Vermieter etwa einen Tarif haben, der doppelt so teurer wie Angebote der Konkurrenz ist, müsste er den Vertrag kündigen.

Die Verbraucherzentralen haben zu dem Thema einen Musterbrief vorbereitet. Diesen können Mieter für ihre Überzeugungsarbeit nutzen. Gegebenenfalls müssen sie dann aber – je nach Verhältnis zum Vermieter – den Ton noch anpassen.

Tipp: Den Gasanbieter per Rechnung ermitteln

Grundsätzlich muss der Vermieter die Kosten in der Betriebskosten-Abrechnung genau aufschlüsseln – den Anbieter muss er dabei nicht nennen, erklärt Happ. Der Mieter hat jedoch das Recht, entsprechende Belege einzusehen. Anhand der Rechnungen kann er den Anbieter ermitteln. Günstige Tarife kann er dann seinem Vermieter weiter leiten.

Text: dpa/tmn/pvg

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