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Erdgas-Autos: Trotz Förderung will sie keiner

21.09.2016

Bild Erdgas-AutosErdgas-Autos galten bislang als sicher. Doch seit dem Unfall an einer niedersächsischen Tankstelle überlegen sich Autofahrer wohl zweimal, ob sie den alternativen Brennstoff nutzen wollen. Und auch sonst scheinen Erdgas-Autos in Deutschland nicht gefragt zu sein – PREISVERGLEICH.de gibt Einblicke.

Hamburg – Der schwere Zwischenfall beim Betanken eines VW Touran am vergangenen Freitag könnte einen neuen Rückschlag für Erdgas-Autos in Deutschland bedeuten. Damit rückt die Sicherheit von Erdgas als Autokraftstoff in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, die bislang kaum ein Problem war. Zwar steht das Gas in den Autotanks unter dem hohen Druck von 200 Bar. Doch nach vielen Versuchen, Prüfungen und Crashtests behauptet niemand, dass gasgetriebene Autos ein größeres Risiko darstellen als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Sicherheit ist nicht das Problem.

Nur wenige Erdgas-Autos auf den Straßen

Dennoch machen die Autofahrer in Deutschland einen großen Bogen um Erdgas-Autos. Gerade einmal 80 000 Autos mit dieser Antriebstechnik sind für den Straßenverkehr zugelassen. Nimmt man noch Nutzfahrzeuge hinzu, sind es knapp 100 000. Gemessen am Gesamtbestand an Autos in Deutschland bewegt sich der Anteil der Erdgas-Autos somit bei 0,2 Prozent. Etwas besser als bei Erdgas (CNG) fällt die Bilanz für Autogas (LPG) aus, das sind Gase wie Propan und Butan. Sie treiben immerhin 480 000 Autos an – ungefähr ein Prozent – und sind damit der alternative Treibstoff Nummer eins in Deutschland.

Nachfrage bleibt trotz Bemühungen schwach

Die deutsche Erdgaswirtschaft bemüht sich bereits seit Jahrzehnten, ihr Produkt neben Benzin und Diesel zu etablieren. Was im Bereich der Heizungstechnik gelungen ist – die Ölheizung als dominante Technologie zugunsten der Gasheizung abzulösen – sollte auch beim Antrieb von Kraftfahrzeugen funktionieren und damit den Absatzmarkt für Erdgas deutlich erweitern. Die Branche hat gute Argumente auf ihrer Seite. Erdgas belastet die Umwelt weniger als Kraftstoffe aus Öl und ist für die Autofahrer günstiger, weil sich der Staat steuerlich zurückhält. Auch die Modellpalette mit mehr als 20 gängigen Serienfahrzeugen und das Tankstellennetz mit 900 Zapfsäulen sind mittlerweile groß genug, um eine marktfähige Alternative dazustellen.

Doch das Kalkül geht nicht auf. Die Nachfrage bleibt schwach. Als Nachteile von Erdgas-Autos gelten vor allem die geringe Reichweite von 500 Kilometern, die häufigere Tankstopps erfordert. Außerdem seien bestimmte Autotypen eben doch nicht erhältlich.

Deshalb fällt der Wechsel so schwer

«Der Autofahrer kann den Kostenvorteil an der Tankstelle durch mangelnde Transparenz nicht erkennen», sagt Michael Oppermann vom Verein «Zukunft Erdgas», einer Lobby-Organisation der Gaswirtschaft. An der Gas-Zapfsäule wird der Preis pro Kilogramm angegeben und nicht umgerechnet auf den Energiegehalt je Liter Kraftstoff. Zudem komme von der Politik zu wenig Unterstützung. Die Steuerbegünstigung für Erdgas als Kraftstoff läuft Ende 2018 aus und ist noch nicht verlängert, obgleich das im Koalitionsvertrag so vereinbart ist. Die Unsicherheit wirkt wie eine Kaufbremse.

Vielleicht haben die Autofahrer in Deutschland Erdgas auch schlicht nicht zur Kenntnis genommen. «Es ist nicht bekannt genug; viele Käufer setzen sich mit der Frage gar nicht auseinander», sagt Oppermann. Ähnlich sieht es Stefan Siegemund von der Deutschen Energie-Agentur (dena): «Vertrieb und Marketing könnten noch deutlich stärker sein.» Der Markt habe sich nicht so entwickelt, wie es zu wünschen wäre. «Eine neue Technologie setzt sich nicht von selbst durch.» Auf den Autofahrern laste angesichts der niedrigen Benzinpreise kein Handlungsdruck.

Die meisten Fahrer ärgern sich zwar über die Kosten, die ihr Auto verursacht, aber sie zahlen am Ende doch, seien es Spritkosten, Reparaturen oder Versicherungen. In der Sprache der Volkswirte ist die Nachfrage nach individueller Mobilität «preisunelastisch». Die Hürden sind hoch, um von gewohnter Technik Abschied zu nehmen. Wo sich Märkte für Erdgas-Autos entwickeln, zum Beispiel in Tschechien oder Italien, hilft der Staat kräftig nach. «Steuern sind eine sehr entscheidende Stellschraube», sagt Oppermann.

Text: dpa/pvg

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