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Förderung und Transport von Erdgas

Bevor es zur Förderung von Erdgas kommt, muss die Lagerstätte erst einmal gefunden werden. Diese Suche ist sehr aufwendig und teuer und so auch mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Ehe es zur ersten Bohrung kommt, müssen geowissenschaftliche Untersuchungen darüber angestellt werden, wo Erdgaslagerstätten zu finden sind.

Eine große Rolle spielen hier seismographische Analysen, bei denen Schallwellen reflektiert werden. Sind die Daten ausgewertet wird mithilfe von Aufschlussbohrungen ermittelt, ob sich in der Tiefe nun tatsächlich Erdgas verbirgt und ob diese Förderung rentabel ist. Dabei ist nur jede sechste Bohrung erfolgreich.

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  • Richtwerte:
  • Wohnung 30 m²: ca. 3.500 kWh
  • Wohnung 50 m²: ca. 5.000 kWh
  • Wohnung 100 m²: ca. 12.000 kWh
  • Reihenhaus: ca. 20.000 kWh
  • Einfamilienhaus: ca. 35.000 kWh

Wenn das der Fall ist, kann mit Produktionsbohrungen begonnen werden. Meist wird zwischen 500 und 6.000 Metern tief gebohrt, wobei das Erdgas als Nebenprodukt bei der Erdölförderung oder aus reinen Erdgasfeldern stammt. Die Förderung von Erdgas erfolgt über einen eigenen Bohrstrang, der in das Bohrloch eingeführt wird. Mithilfe von Schiebern und einem Düsenstock wird das Gas abgeleitet. Etwa 75 Prozent des Erdgases einer Lagerstätte kann gefördert werden.

Vor dem Transport wird das Erdgas aufbereitet, denn nach der Förderung enthält es Wasser und Verunreinigungen. In verbrauchsfähiger Qualität verlässt das Gas die Aufbereitungsanlagen und wird in das überregionale Transportnetz eingespeist. Für den Ferntransport von Erdgas werden meist Pipelines genutzt. Die wichtigsten verlaufen von Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland und von Algerien nach Spanien und über Tunesien nach Italien. Es kann durch technische Verfahren aber auch in einen anderen Aggregatzustand versetzt werden: In verflüssigter Form, so genanntem Liquefied Natural Gas (LNG), kann es per Tanker auf dem Seeweg transportiert werden. Nun benötigen Kunden das Gas zu verschieden Zeiten. Der Bedarf unterliegt jahreszeitlichen, aber auch wöchentlichen und täglichen Schwankungen. Dazu muss Erdgas gespeichert werden, etwa in Untertagespeichern oder in ausgeförderten Erdgasfeldern.

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