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Gas Umlage - Abschaffung statt Mehrkosten

Die Gas Umlage der Bundesregierung sollte am 01. Oktober 2022 in Kraft treten und galt zunächst bis zum Jahr 2024. Die Umlage sollte zunächst 2,419 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Gas betragen und sich je nach Erfordernis wieder ändern. Ähnlich wie die CO2-Steuer war die Gas Umlage von allen Verbrauchern, privaten Haushalten wie auch Unternehmen, zu zahlen. Die Gas Umlage diente dazu, die von der Energiekrise betroffenen Energiekonzerne finanziell zu unterstützen. Demnach hatte die Gas Umlage die Aufgabe, betroffene Konzerne bei den überhöhten Gasbeschaffungskosten zu entlasten. Das heißt, dass sich die Verbraucher zumindest übergangsweise an den Mehrkosten in Folge der russischen Gasverknappung und Corona-bedingt hohen Gasnachfrage beteiligen mussten.

Mehrkosten durch die Gas-Umlage

Im April 2022 hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die durchschnittlichen Gaskosten mit 13,77 Cent pro kWh angegeben. Bei einem zusätzlichen Aufschlag von 2,419 Cent pro kWh ergäbe sich ab Oktober 2022 ein Gaspreis von 16,19 Cent pro kWh. Das entspricht Mehrkosten in Höhe von 17,57 % jährlich.

Hintergrund zur Erhebung der Gas Umlage

Im Zuge der Energiekrise musste der Gaskonzern Uniper im Juli 2022 staatliche Hilfe beantragen, um eine Insolvenz zu verhindern. Dies nahm die Deutsche Bundesregierung zum Anlass, eine Gas Umlage zu erheben, die die gesamte Gasbranche vor einer Pleitewelle schützen sollte. Denn Fakt ist, dass die Alternativen zu russischem Gas extrem hohe Kosten verursachen. Die Gasimporte aus Norwegen und den USA kosten fast zehn Mal so viel, wie einst das billige, russische Gas.

Aus der Gasumlage besiegelt - 29.09.2022

Am 29. September 2022 hat die Bundesregierung um Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck das Ende der Gasumlage verkündet. Die Gasumlage wird nicht wie geplant am 01. Oktober 2022 eingeführt. Das heißt, dass sämtliche Preisanpassungen rund um die Gasumlage nicht länger gültig sind. Sofern die Bepreisung und Abrechnung bereits erfolgte, muss eine Gutschrift des entsprechenden Betrages erfolgen. Statt einer Gasumlage soll nun eine Gaspreisebremse gelten, um die Gaspreise in Deutschland zu deckeln und Haushalte wie auch Unternehmen von den hohen Kosten zu entlasten.