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Gaswechsel durch den Mieter - Tipps den Vermieter zu überzeugen

Im Folgenden erfahren Sie, wie der Gaswechsel durch den Mieter funktioniert und welche Möglichkeiten Sie haben Ihren Anbieter zu wechseln. Die Nebenkosten machen inzwischen mehr als ein Viertel der Miete aus. Es ist also kein Wunder, dass sich viele Mieter überlegen, wie sie sich reduzieren lassen. Eine Idee ist etwa den Reinigungsservice abzuschaffen und stattdessen die Kehrwoche wieder einzuführen, die das Pärchen aus dem dritten Stock regelmäßig ignoriert. Eine andere Idee ist es, die Schaltzeit der Treppenhausbeleuchtung zu verkürzen. Klar der Mieter von ganz oben steht dann jedes Mal auf halber Treppe im Dunkeln, aber es spart Strom. Oder man bestellt eine Mülltonne weniger und stampft den Müll ordentlich zusammen.

Doch eine der einfachsten und praktikabelsten Möglichkeiten die Nebenkosten zu reduzieren, fällt den wenigsten ein, wie der Mieterschutzbund berichtet. Knapp 20 Millionen Verbraucher beheizen ihre Wohnung mit Gas, wovon 9 Millionen keinen eigenen Gaszähler haben, sondern die Wärme über eine Zentralheizung beziehen. Mit einem Gasanbieterwechsel lassen sich diese Nebenkosten deutlich reduzieren, und das für alle Mieter. Natürlich gibt es dabei ein kleines Hindernis, wenn man keinen eigenen Gaszähler hat: den Vermieter, denn er muss den Wechsel vornehmen.

Mieter mit Gasetagenheizung, also mit eigenem Gaszähler, haben den Gasanbieterwechsel in der eigenen Hand und können selbst einen Gasvergleich durchführen und sich für den besten Anbieter entscheiden.

Muss der Vermieter zum günstigsten Gasanbieter wechseln?

Dem Vermieter könnte es ja eigentlich egal sein, wie teuer das Gas für die Zentralheizung ist, denn er legt die Kosten anschließend auf die Mieter um. Allerdings ist der Vermieter an das Gebot der Wirtschaftlichkeit gebunden, was in § 560 BGB geregelt ist. So muss er beispielsweise einen Preisanstieg der Betriebskosten erklären, wenn diese sich über 10 Prozent erhöht haben. Und er soll auch Preisvergleiche anstellen, um die Kosten effizienter zu gestalten.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass der Vermieter immer das billigste Gas am Markt nehmen muss. Er hat einen Ermessensspielraum. Es wäre also für den Mieter unklug, dem Vermieter mit dem erwähnten Gesetz zu drohen und ihn zwingen zu wollen, einen Anbieterwechsel durchzuführen. Im schlimmsten Fall stellt sich dann der Vermieter quer und ein langer Rechtsstreit mit unklarem Ausgang steht bevor. Der für beide Seiten wesentlich vernünftigere Weg ist es, den Vermieter um einen Wechsel des Anbieters zu bitten – ggf. mit dem Hinweis auf das Wirtschaftlichkeitsgebot.

Gaswechsel ist für beide Seiten von Vorteil

Reden Sie einfach mit Ihrem Vermieter und erklären Sie ihm, dass erst 10 Prozent aller Verbraucher einen Anbieterwechsel vollzogen haben und die restlichen 90 Prozent knapp 3 Milliarden Euro Jahr für Jahr zu viel bezahlen. Weisen Sie auf die Vorteile für den Vermieter hin. Denn allein, dass die Nebenkosten mal sinken und nicht steigen, wird viele Mieter freuen und zufriedene Mieter freuen auch den Vermieter.

Sie können Ihrem Vermieter (oder Ihrer Hausverwaltung) außerdem Ihre Unterstützung bei der Suche nach einem preiswerteren Gasversorger anbieten, ein Angebot, was ein guter Vermieter sicherlich zu schätzen weiß. Ein günstiger Anbieter lässt sich mit dem Gasvergleich auf PREISVERGLEICH.de leicht finden.


Gaswechsel - So funktioniert es!

Norman Peetz

Norman Peetz


Norman ist seit 10 Jahren Autor auf PREISVERGLEICH.de und Experte im Bereich Strom & Gas. Als Redaktionsleiter hat er den Energiemarkt im Blick.