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<p>PREISVERGLEICH.de erhielt die <strong>Note 1,2 (Sehr Gut)</strong> für die Teilkategorie <strong>Preise Gas & Strom</strong> (12/2021). Zu dem Ergebnis kam die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH (DtGV, dtgv.de/9244).<p><img src='/content/Teaser/Siegelbilder/dtgv_gas.svg' title='DtGV Note 1,2 (Sehr Gut) Teilkategorie Preise Gas & Strom'></p></p>
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Wenn Sie Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung mit Gas beheizen, sollten Sie die Erdgaspreise in Deutschland im Auge behalten. Denn wie beim Strom können auch beim Erdgaspreis bzw. Gaspreis teils große Kosten-Unterschiede auftreten. In Deutschland heizen zurzeit rund 19 Millionen Haushalte mit Erdgas, wobei der Trend nach oben zeigt. Die höhere Nachfrage hat wiederum Einfluss auf den Preis. Als effektiver Brennstoff hat auch Erdgas seinen Preis. Daher hilft Ihnen einen Erdgaspreise-Vergleich dabei Kosten zu senken. So können Sie die Höhe Ihrer Gaskosten unabhängig von einem energiesparenden Verhalten oder modern konzipierten Heizanlage beeinflussen. Bevor Sie Ihre Erdgaspreise vergleichen, sollten Sie jedoch wissen, wie sich Ihr Erdgaspreis zusammensetzt.

Wie setzen sich die Erdgaspreise zusammen?

Der Erdgaspreis in Deutschland setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Ein wesentlichen Anteil haben staatliche Steuern und Abgaben. Hierzu gehören verschiedene Umlagen und auch die Mehrwertsteuer. Im Januar 2021 kam zudem die CO2-Bepreisung hinzu, die zunächst eine Kostensteigerung von ca. 0,6 Cent pro kWh Gas vorsieht. Bis zum Jahr 2025 soll sich dieser Kostenbestandteil auf ca. 1,3 Cent pro kWh Gas anheben.

  • staatliche Steuern und Abgaben (u. a. Mehrwertsteuer & CO2-Bepreisung)
  • Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb (z. B. Kosten der Energiewende)
  • Kosten für Netzentgelte und Messungen

Neben den gesetzlichen Abgaben bestimmen vor allem die Kosten für die Energiebeschaffung und den Vertrieb den Erdgaspreis. Dies berücksichtigt z. B. die Kosten für die Energiewende. Hinzu kommen weitere Kosten für die Netzentgelte und Messungen. Wie hoch die Beschaffungspreise sind, ist auch von den Börsenhandelspreisen abhängig. Jedoch sind diese seit dem Sommer 2021 stark in die Höhe gesprungen, so dass die Erdgasanbieter enorme Preiserhöhungen für das Jahr 2022 angekündigt haben.

Wie wird der Erdgaspreis berechnet?

Wenn Sie Erdgas beziehen, stellt Ihnen vom Netzbetreiber ein Gaszähler zur Verfügung. Anhand dieses Zählers können Sie schnell feststellen, wie viel Kubikmeter Erdgas Sie pro Jahr verbrauchen bzw. wie viel bisher verbraucht wurden. Jedoch ist der Blick auf den Erdgaspreis bzw. auf die Rechnung des Gaslieferanten nicht immer ganz so einfach. Das liegt daran, dass der Erdgas Preis von den meisten Gaslieferanten in der Einheit Euro pro Kilowattstunden (EUR/kWh) und nicht in Kubikmetern abgerechnet wird. Diese Einheit bezieht sich auf die im Gas enthaltene Wärme, den sogenannten Brennwert oder thermischen Energieinhalt.

Auch eine Umrechnung kann nie ganz genau erfolgen. Der Grund dafür ist, dass der Brennwert von Erdgas immer unterschiedlich sein kann. Dieser ist von Faktoren wie der Temperatur des Gases, der Höhenlage des Anschlusshaushalts oder der Gaszusammensetzung abhängig. Zwar schwankt der Brennwert mit jeder Lieferung, dennoch muss der Gaslieferant den durchschnittlichen Brennwert auf jeder Rechnung anführen. Der Brennwert entspricht auch gleichzeitig dem Umrechnungsfaktor, anhand dessen Sie sich aus den verbrauchten Kubikmetern Gas, die verbrauchten Kilowattstunden errechnen können. Der Erdgaspreis ergibt sich aus einem variablen Arbeits- bzw. Verbrauchspreis und einem festen Grundpreis bzw. Leistungspreis. Bei dem Grundpreis handelt es sich regulär um einen Pauschalbetrag, der monatlich in gleicher Höhe anfällt und die Anschlussleistung für die jeweiligen Gasgeräte berücksichtigt.

Wie hoch ist der Erdgaspreis?

Wie hoch der Erdgaspreis ist, hängt u. a. vom Erdölpreis ab. So ist zum Beispiel in den Versorgungsverträgen eine Preiskopplung zum Erdölpreis enthalten. Diese Kopplung dient in erster Linie dazu, dass die Preise für beide Rohstoffe, Erdgas und Erdöl, nicht zu weit auseinanderklaffen und dadurch eine Marktverzerrung stattfindet. Darüber hinaus bestimmt vor allem die Gasnachfrage den Erdgaspreis. Ist die Nachfrage besonders hoch, steigt der Preis. Ist die Nachfrage niedrig, so sinkt der Preis.

Das hat sich besonders stark in der Coronakrise gezeigt. Da die gewerbliche Gasnachfrage zunächst deutlich zurückgegangen ist, sind auch die Großhandelspreise gesunken. Heute zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Großhandelspreise sind wieder deutlich gestiegen, so dass die Gasanbieter zum Jahreswechsel 2021/2022 Gaspreiserhöhungen von bis zu 50 % und mehr für das Jahr 2022 angekündigt haben.

Fragen und Antworten zum Erdgaspreis

  • Wie werden sich die Preise für Erdgas in 2022 entwickeln?
  • Wie kann ich die Erdgaspreise vergleichen?
  • Warum steigen die Erdgaspreise immer weiter?
Norman Peetz

Norman Peetz


Norman ist seit 10 Jahren Autor auf PREISVERGLEICH.de und Experte im Bereich Strom & Gas. Als Redaktionsleiter hat er den Energiemarkt im Blick.